Victoria
Ein Leben in der Wendung

Es ist so wahnsinnig viel passiert in letzter Zeit. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen.

Gut das wichtigste zuerst: ich habe meine Prüfung mit einem Schnitt von 3,0 bestanden und ich bin mehr als froh. Die Durchfallquote beträgt 1/3 ... deswegen bin ich richtig stolz auf meine Leistung.

Dann habe ich angefangen in Esch***** im Kh zu arbeiten. Und es ist tausend mal besser als erwartet. Meine Kollegen sind alle nett zu mir und wir behandeln uns gegenseitig mit Respekt. Mir werden schon viele Aufgaben zugeteilt und anvertraut. Das erfüllt mich mit Stolz.

Dann fing mein Auto an zu "tropfen" ... ja es wäre mal wieder eine neue Reparatur von Nöten gewesen. Aber das habe ich gar nicht eingesehen.

So habe ich mir jetzt einen Seat Mii gekauft mit Sonderausstattung und allem drum und dran. Ich fühle mich so gut mit diesem Auto. Jedes Mal denke ich mir "boah ist das eine geiles Auto"!!!

Die nächste Veränderung ist noch ganz frisch. Ich habe jemanden kennen gelernt. Oder sagen wir so flüchtig kannte ich ihn, aber ich habe ihn selbst wirklich kennen gelernt mit seinen Emotionen. Und ich kann ihm auch von mir erzählen. Ich fühle mich bei ihm wohl und sicher.

Meine Beziehung steht derzeit ein wenig auf der Kippe. Jetzt wo ich wieder Zeit habe, denke ich viel nach. Meiner Meinung nach ist unsere Beziehung irgendwann stehen geblieben. Es gibt keine Veränderung mehr, kein Wachstum und das tut mir nicht gut.

Es ist nicht so das wir Streit hatten. Nein ganz im Gegenteil. Wir verstehen uns eigentlich gut miteinander. Aber langsam habe ich das Gefühl dass das bei mir wieder zurück auf eine freundschaftliche Ebene fällt. Ich kann nach fast 7 Jahren Beziehung immer noch nicht aus vollem Herzen sagen "Ich liebe dich" und das finde ich schon sehr fragwürdig.

Mittlerweile häufen sich aud die fragwürdigen Ereignisse. Ich weiß wirklich nicht, ob das noch lange gut geht. Ich mache mir auf jeden Fall Gedanken drum und lasse mir Zeit, eine Entscheidung zu fällen. 7 Jahre sind immerhin eine lange Zeit ...
20.11.14 23:15


erste Prüfung: ich denke bestanden
zweite Prüfung: ich denke ich habe die verkackt und muss verlängern.

Sämtliche Horrorzenarien schießen mir durch den Kopf. Es waren haufenweise Tränen und auch jetzt fällt es mir schwer, weiter zu machen.

Das alles schmeißt mich wieder Jahre zurück in Zeiten, die vorbei sein sollten. Aber man muss akzeptieren wer man ist, wer man war und das man niemals jemand anders sein wird; sondern muss lernen, mit den Verhaltensstörungen zu Leben und sie zu vermeiden, dass wenigstens der Anschein nach alles in Ordnung ist...

Nichts ist in Ordnung.



@Staubkind: Es macht mich wahnsinnig, nichts mehr von dir zu hören. Jedes Jahr am 1. September denke ich an dich. Ich hoffe, es geht dir gut.
7.9.14 15:46


Prüfungsstress

Morgen startet meine Abschlussprüfung. Ich bin ungewöhnlich gelassen und gleichzeitig völlig nervös. Es sind gemischte ungewohnte Gefühle. Ich weiß nicht woher diese neue "Gelassenheit" kommt. Es gibt so viel zu verlieren und dann denke ich mir wieder wenn es nicht klappt dann vll in 3 Monaten erneut.

Morgen werden in 4 Zeitstunden 6 Fächer geprüft: Mathe, Statistik, EDV, Anatomie, Physiologie und Chemie.

Ich habe überwiegend mit den alten Klausuren gelernt. Ich hoffe, dass das reicht aber für mehr bleibt auch nicht die Zeit.

Mittwoch kommt dann der schwierigere Teil: Hämatologie, Histologie, Klinische Chemie und Mirkobiologie. Und dass wird jeweils vom praktischen Lehrer abgeprüft und vom theoretischen Lehrer.

Ich bin froh, dass insgesamt nur 50 % erreicht werden müssen und doch mache ich mir Sorgen, dass ich genau die anderen 49 % gelernt habe und mich durchfallen lassen.

Danach die Woche habe ich dann 3 Wochen Praktische Prüfung, in denen wieder 6 verschiedene Fächer abgefragt werden.

Danach in der letzten Woche dann noch 2 mündliche Prüfungen -.-

Ich werde Prüfungen wohl nie mögen und ich bin wiederrum froh, wenn ich am 2. Oktober sagen kann, dass ich bestanden habe...

Hoffentlich halte ich das nervlich durch...
31.8.14 15:58


FINALE

Ich habe den Arbeitsvertrag aus Eschw. unterschrieben. Zurzeit werden keine MTAs gesucht. Von vielen Stellen hört man, dass diese Einstellungsstopp haben.

Auch wenn es Schichtarbeit ist, freue ich mich neue Erfahrungen zu sammeln. Es wird bestimmt ganz interessant und ich werde bestimmt auch viele neue Dinge lernen.

Jetzt kann ich mich voll und ganz auf das Examen konzentrieren und umso mehr ich mich mit den Themen beschäftige, desto mehr kommt es mir vor.

Hier und da fallen mir Dinge ein, die wir so ganz nebenbei noch gemacht haben. Und die Unterlagen da zusammen zu suchen ist ganz schön anstrengend.

Aber ich habe wenigstens schonmal angefangen zu lernen. Da der ein oder andere noch nicht angefangen hat, bin ich also noch relativ entspannt.

Und doch ist da diese PANIK.

Es ist noch nicht mal die Prüfungsangst, die mich stresst, sondern einfach die Menge an Stoff, der abgeprüft wird.

Ich hoffe, dass das endlich bald ein Ende findet. Sonst werde ich noch Wahnsinnig und diesmal nicht im positiven Sinne.

Gute Nacht Welt.
19.7.14 03:15


Glück

Draußen ist es trüb. Ich kann nicht genau sagen wie es mir geht. Denn ich weiß es selber nicht.

Eigentlich ist mein Tagesablauf ganz okay. Ich bin wieder in der Forschung und wie soll ich es ausdrücken: Es ist einfach nur total entspannt und stressfrei.

Ich arbeite gerne dort. Die Atmosphäre ist einfach eine ganz andere. Menschen, die ich dort antreffe haben Leben in sich, kommen gerne zur Arbeit und sind international.

Es ist ungewohnt, die Sprachen Englisch, Deutsch und Niederländisch zu hören. Aber man versteht eigentlich recht gut um was es geht, wenn sie sich über die Arbeit unterhalten. Deswegen hat mir das die Angst genommen, mit fremden Sprachen zusammen zu arbeiten.

Sämtliche Bewerbungen habe ich schon rausgeschickt. Von vielen habe ich einfach nichts mehr gehört. Fazit: E-mail-Bewerbungen kommen scheinbar nach wie vor in der heutigen Zeit noch nicht an. Gut, starten wir einen neuen Versuch mit schriftlichen Bewerbungen...

Meine derzeitige Ausbilderin in der Forschung hat sowieso gesagt, dass wir uns auf eine Forschungsstelle nicht vor August bewerben sollten, da das meist mit wenig Erfolg gekrönt wäre.

Eine mündliche Zusage habe ich in Eschw***** im Routinelabor bekommen. Allerdings ist der Arbeitsvertrag noch nicht eingetroffen. Die Stelle hört sich ganz gut an. Sie haben sogar einen Fachbereich in Hämatologie, was ich ganz interessant finde. Allerdings ist das natürlich ein Subunternehmer (wie sollte es auch ander sein) und die Bezahlung ist dementsprechend niedriger als im öffentlichen Dienst (=Forschung). Schichtarbeit kommt dann auch noch hinzu.

Wenn ich nicht anderes finde, werde ich die Stelle natürlich annehmen. Nichts ist schlimmer als nach der Ausbildung keine Anstellung zu haben, selbst wenn es nicht der "Wunschabteilung" entspricht.

Jetzt sind es nur noch knapp 2 1/2 Monate bis zum Examen und ich bin ungewöhnlich ruhig. Das macht mir schon fast Angst. Ich habe zwar schon ein bisschen angefangen mit Lernen aber irgendwie habe ich das Gefühl, nichts mehr zu können, was ich in den letzten 3 Jahren gelernt habe. Von manchen Dingen habe ich sogar noch nie etwas gehört ...

Ich beneide die Menschen, die nur einmal flüchtig im Unterricht etwas mitbekommen haben und das nie wieder vergessen und das im Kopf abrufen können, um es dann niederzurschreiben.

Aber gut, was solls. Einfach irgendwo in dem Chaos mal anfangen...

Gefühlslage. Nach wie vor ein wünschen, dass Examen zu bestehen. Ich glaube das lässt alle anderen Gedanken in meinem Kopf sterben. Der ein oder andere kleine Wunsch tritt noch auf (dieses und jenes Kleiderstück kaufen) und sonst ist da eigentlich nichts mehr.

Nur dieser ständige Gedanken, endlich nochmal Sport zu machen plagt mich. Ein Plage deswegen, weil ich ihn jedes Mal einfach übergehe.

Aber es ist wichtig. Mein Körper braucht das. Einfach als Ausgleich. Es ist unglaublich, wie münde und träge man ohne Sport wird. Alles hängt, der Kopf, der Busen, der Bauch. Man ist irgendwann eingeknickt, ohne es wirklich bemerkt zu haben. Wann ist das passiert? Bei der letzten Depression, bei der letzten Essensniederlage, bei der letzten Herzensverletzung?

Vielleicht auch einfach nur weil mein Geburtstag vielen Menschen einfach nicht wert war, ein paar Euros auszugeben um mich in der Rocke (Rock-Diskothek) besuchen zu kommen. "Wir holen das nach" hieß es meistens. Aber nur eine Freundin hat sich danach die Woche direkt gemeldet und es tatsächlich mit mir nachgeholt.

Mit meiner Frau Nummer 1 habe ich meinen Geburtstag dann im Endeffekt zusammen gefeiert und mein Freund ist aus Solidarität dann auch mitgekommen und hat nicht genörgelt. Schulfreunde, also unsere Clique, sind sogar gekommen und haben mit uns gefeiert.

Aber warum meine eigentlichen Freunde nicht? Ich frage mich manchmal echt, um welche Freundschaften ich mich noch bemühen sollte. Ich weiß schon, warum ich aus der Eifel weg will. Mich hält hier nichts mehr. Nicht mal mehr ein zurück kommen, wenn ich mal ein Haus bauen will und evtl. mal die Frage nach Kindern entsteht.

Ich werde den Verlust einfach durch andere Aktivitäten und Tiere ersetzen. Tiere entäuschen nicht, stellen nichts in Frage und sind, so lange sie leben, für einen da. Wie war das? Der Hund ist doch der beste Freund des Menschen? Er freut sich immer, wenn man nach Hause kommt, er freut sich immer, wenn er Leckerchen bekommt, er freut sich, wenn man ihn krault ...

Warum ist das bei uns Menschen nicht so? Ich muss zugeben, dass bei mir auch manche Dinge irgendwann einfach zur Gewohnheit werden. Dinge, die mich früher total gefreut haben. Ich verliege dieses Gefühl von Glück immer und immer wieder. Warum kann ich es nicht immer bei mir führen, dieses Glück?
17.6.14 19:29


Wandern und Ziele

Ich bin schon lange nicht mehr in der Eifel spazieren gegangen oder zumindest nicht eine weitere Strecke.

Bei dem schönen Wetter heute wollte ich das nachholen. Und die Entscheidung wurde mit Erfolg gekrönt. Ich habe einen Hasen gesehen, Kaulquappen in einer Pfütze bewundern können und eine rot-orange Raupe auf ihrem Weg gesehen.

Nach den zwei Stunden war ich ganz schön platt. Aber ich fühle mich gut. Das schöne Wetter mit Sonne hat meinen Körper erreicht. Im Klinikum sieht man ja meistens nicht, wie die Wetterlage ist und man merkt, dass man von dem elektrischen Licht fast schon Sonnenlichtempfindlich wird.

Aber das hat mir wiederum klar gemacht, dass ich auf jeden Fall einen Arbeitsplatz mit Fenster haben möchte. Ich finde es schlimm, den ganzen Tag nicht zu wissen, wie das Wetter draußen ist und die Sonne den ganzen Tag nicht zu sehen (selbst auf den Innenhöfen bekommt man nicht mit, ob die Sonne scheint... die sind ebenfalls immer schattig).

Aber ich rücke meinem Ziel näher. Vorgestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch. Und es ist wirklich gut gelaufen. Man könnte fast sagen, dass ich die Stelle sicher haben. Es ist ein Krankenhaus mit einer Routinestelle die sich auch schwerpunktmäßig mit Onkologiepatienten beschäftigt. Aber natürlich gibt es einen Haken. Die Bezahlung ist wirklich miese. Die Labore werden überwiegend mittlerweile von Subunternehmen aufgekauft und dementsprechend ist auch die Bezahlung.

Ich hoffe natürlich eine Stelle zu ergattern, bei der ich vom Krankenhaus selbst bzw. vom Universitätsklinikum angestellt bin. Eine vieleversprechende Stelle steht in Bonn noch aus. Die stelle befasst sich ausschließlich mit Hämatolgie einer onkologischen pädiatrischen Station. Das heißt man darf auch bei Knochenmarkspunktionen dabei sein und bei Kindern auch Blutgasanalysen durchführen. Mit gefällt besonders gut der Patientenkontakt und das es wahrscheinlich eine Tagesschichtstelle ist. Und die Bezahlung wird sicher auch besser sein, weil der Arbeitsgeber das Universitätsklinikum Bonn ist.

Aber ich habe wahrscheinlich schlechte Chancen da unter zu kommen. Schließlich habe ich keine Arbeitserfahrung und gerade in auf einer onkologischen Station darf nichts schief laufen. Ich hoffe trotzdem eingeladen zu werden. Das wäre mein größter Wunsch.

Erst einmal abwarten und Tee trinken. Eine Stelle habe ich wenigstens schonmal so gut wie sicher. Und bisher ist mir auch nocht nicht bekannt das überhaupt jemand aus meiner Klasse eine Stelle in Aussicht hat. Oder zumindest hat noch niemand einen Vertrag unterschrieben. Ich erzähle das ja auch nicht, bevor ich die Stelle schwarz auf weiß vor mir habe.

Zurzeit bin ich in der Mibi-Abteilung im Klinikum. Und ich muss sagen dass mir diese Arbeit viel zu langweilig ist. Man hat einfach wahnsinnig viel Leerlauf. Langsam verstehe ich warum so viele rauchen => Zeitvertreib.

----

Ich habe mich gut durchgesetzt. Wärend der Fastenzeit habe ich nur eine einzige Zigarette geraucht und das noch nicht einmal aus Sucht sondern weil ein Freund der davon nicht wusste sie mir extra ergammelt hatte. Und Eine ist ja bekanntlich Keine.

Meine erste mir selbst erlaubte Zigarette habe ich mir dann eine Woche nach Ostern gegönnt. Selbst gedreht von Ch****, Ka**s kleinem Bruder. Und diesem Tabak kann ich einfach nicht wiederstehen.

So habe ich meinen eigenen Weg wieder gefunden: unter der Woche gar nicht mehr zu rauchen und nur Samstag in einer gemütlichen Runde. Damit ist mein Gewissen einverstanden.

Und irgendwann werde ich das mit dem Drehen auch noch lernen. Diese Zigaretten schmecken besser und es ist auch günstiger ^^ zwei Fliegen mit einer Klappe ...
4.5.14 19:24


Passwort

Liebe Leser und Leserinnen!

Ich werde vorübergehend ein Passwort auf diesen Blog machen. Das hängt damit zusammen, dass ich in nächster Zeit Bewerbungen rausschicke und ich nicht genau weiß, wie schnell man mich im Internet findet.

Das Passwort wird "Sandburg" heißen.

Lieben Gruß
21.4.14 15:20


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