Victoria
Als meine Träume fliegen lernten...

Ich weiß nicht wo die Zeit hin ist.

Wir haben jetzt schon Ende März und die Schule ging so schnell zu Ende. Irgendwie habe ich meine vierte und letzte (!) Zwischenprüfung auch noch hingebastelt bekommen, so dass ich zumindest das Gefühl habe, durch zu sein - aber Zeit zum Verschnaufen blieb keine.

Kurze Zeit später ist mein Freund für eine Woche verreist und ich habe die Chance ergriffen noch einmal eine Woche in AC zu wohnen, um nicht immer Pendeln zu müssen.

Das war eine entspannende Woche. Auch wenn ich jeden Tag kochen musste. Aber das habe ich gerne in Kauf genommen, um nochmal etwas Abstand von meiner Familie zu bekommen. Wärend ich dort wohnte habe ich meine Frau Nr. 1 ebenfalls mit mir zusammen dort wohnen lassen, ob das mit uns beiden passt, sollten wir tatsächlich im Winter/Frühjahr zusammen ziehen.

Es war passabel. Sie hat ungefähr meine Ordnungshaltung und wenn wir erst mal zwei Zimmer als Rückzugsorte haben, wird das schon irgendwie funktionieren. Nur das Verwöhnprogramm von ihr muss ich noch abgewöhnen - Verwöhnt und Verzogenwurde ich hier genug!

Zudem zeigt dieser Monat noch einen weiteren Erfolg. Ich habe am 08.03.2014 angefangen zu fasten. Natürlich nicht aus religiösen Gründen aber meinem Gewissen und meinem Geldbeutel ist das mit dem Rauchen zu viel geworden.

Ich dachte die rauchfreie Zeit würde mir schwer fallen. Ich dachte "ja, endlich noch einemal eine neue Herausforderung" aber nein - mir fällt das sehr leicht.

Vielleicht liegt das an meiner neuen Umgebung. Ich arbeite jetzt in der Hygiene (im Rahmen meiner Ausbildung) und die Menschen dort sind sehr nett und die Arbeit macht mir Spaß.

Klar wurde ich gefragt, ob ich mit rauchen gehen möchte. Aber wenn man in der 3. Etage ist, überlegt man sich das zweimal, ob man mit runter geht um dann wieder hoch zu gehen.

Ich glaube ich brauche eine körperliche neue Herausforderung. Mir fehlt der Sport auch wenn mein Teufelshund mir immer wieder einredet, dass es noch viel zu kalt und nass draußen ist um Sport zu treiben.

Aber ich brauche das. Auch wenn ich weiter Klausuren (ohne Ende!) schreibe, aber wenn das so weiter geht, gehe ich in dieser trockenen straubigen überbelichteten Luft noch kaputt. Mir fehlt die Natur, mir fehlen die Vögel, mir fehlen die Sonnenstrahlen, auch wenn ich jeden einzigen Strahl würdige, der mir das Gesicht streicht.

Aber meinem Kopf geht es ausgezeichnet gut. Ich habe Beschäftigung gefunden, auch außerhalb der Arbeit. Da ich ein sehr unaufmerksamer akustischer Zuhörer bin, habe ich beschlossen, Hörbücher zu hören. Aber nicht nur irgendwelche Geschichten. Nein, Themen die unseren Staat und unsere ganze Existenz in Frage stellen. Er nennt sich "Marc-Uwe Kling".

Seine Storrys sind sehr strange. Er redet mit einem Känguru. Kein Scherz. Ich hab mich nicht verschrieben. Mit einem KÄNGURU.

Es ist fantastisch und ich muss lachen. Und er stellt Fragen, über die ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. Aber er stellt sie auf eine andere Art und Weise. Ihn machen die Fragen nicht fertig. Nein. Er macht es auf eine nachdenkliche aber nicht kopfzerbrechende Art und Weise. Ich liebe ihn und das Känguru.

In letzter Zeit ist mein Fantasypegel gestiegen. Ich habe das Gefühl in den Wahnsinn über zu treten. Aber es ist nicht dieser Wahnsinn, vor dem ich Angst habe. Es ist viel mehr eine Welt, die in meinem Kopf bunt erscheint. Ich habe die Welt noch nie so sehr gesehen und gefühlt wie ich es momentan tue. Jeder Tag ist ein guter Tag auch wenn es manchmal schwer ist, dass zu glauben.

Ich glaube es hat eine Entwicklung statt gefunden. Ich bin stark geworden. Ich fühle mich stark. Ich lass bei jedem Film mitlerweile Emotionen raus - ja ich weine wie ein Schlosshund bei Filmen, in denen jemand stirbt. Ich kann mich in die Situation hinein versetzen und es tut gut, manchmal einfach loszuheulen.

Es ist ein befreiendes Gefühl. Auch wenn es nur gestellte Sachen sind. Aber sie machen mich Glücklich, sie füllen meinen Kopf. Es ist, als könnte ich mich selbst wieder fühlen. Klar, auch bluten, aber das Gefühl ist unglaublich erstrebenswert.

Und es war einfach da. Nach meiner Winterdepression sehe ich endlich wieder Hoffnung in mir auflammen. Ich kann alles erreichen, wenn ich nur fest genug daran glaube und arbeite. Ich habe ein Ziel, ich habe einen Wunsch.

Ich habe viele Wünsche, ich habe viele Pläne. Ich glaube, dass das wichtig ist, auch wenn es nur eine ganz banale Sache ist. Nach Vorne gucken lautet die Devise. Nicht nach hinten. Ich baue mir ein Fundament, neben den Trümmern. Wer sagt das ich auf die Trümmer bauen muss. Ich habe es so lange versucht und es hat nicht geklappt.

Aber der Gedanke fehlte, dass ich frei bin, dass ich da hin bauen kann, wo ich das gerne möchte. Ich bin ein feier Mensch und nur als freier Mensch möchte ich leben, möchte ich träumen, möchte ich sehen ...

Wenn Träume fliegen lernen...

(Klasse Film, aber er passt auch zu meiner derzeitigen Situation)
25.3.14 21:55
 
Letzte Einträge: Meine kleine Wolkenfabrik, Berauschend , Der Abschiedsbrief, Neuer Lebensabschnitt


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