Victoria
Berauschend

Welch naive Vorstellung von mir, dass sich irgendetwas verändert haben könnte. Ich war heute noch einmal bei meinem Exfreund, um ihm den Schlüssel seiner Wohnung zurück zu geben. Er war noch nicht da, als ich nach der Arbeit zu ihm gefahren bin. Die Wohnung war aufgeräumt. Fast schon unheimlich. Aber vll weil er wusste, dass ich vorbei kam.

De**** kam die Türe hinein. Müde vom Arbeiten, so wie immer und doch anders. Er wirkte leicht gereizt. Ich fragte quasi normale Sachen, wie z.B. wie war die Arbeit, erzählte ein bisschen von mir, fragte ein bisschen nach ihm. Das war zu viel, für ihn, für mich. Die Inhalte waren es nicht, die mich störten, eher der Ton, den für ihn scheinbar in meiner Anwesenheit normal geworden ist, über die Jahre.

Lange Zeit konnte ich gut ignorieren, wenn er pampige Antworten gab. In einer Beziehung ist das halt manchmal so, wenn man nicht gut drauf ist. Aber nach einer Trennung? Ich habe immerhin ihm die Wahl gelassen, ob ich den Schlüssel persönlich vorbei bringen soll, oder ob ich ihn einfach in den Briefkasten werfen soll. Im Nachhinein bereue ich es, dass ich nicht Letzteres für mich entschieden habe.

Ich habe gedacht, dass wir erwachsen sind, dass man vielleicht ein höfliches Gespräch hinbekommt. Das ist maßlos gescheitert. Danach war ich wirklich sehr traurig, dass sich diese Türe wohl für immer geschlossen hat. Ich sah blanken Hasse un Wut in seinen Augen stehen. Aber vielleicht braucht das einfach noch mehr Zeit ...

Wir waren über 9 Jahre zusammen, sind zusammen erwachsen geworden, haben viel durchgemacht. Vielleicht haben die letzten 3 Jahre Beziehung einen normalen Umgangston kaputt gemacht. Vielleicht hätte man schon vorher einen Schlussstrich ziehen sollen. Aber gut, besser spät als nie. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, dass wir uns eigentlich nur noch gegenseitig auf den Sack gegangen sind.

Aber jetzt breitet sich nach der Trauer um einen Freud auch bei mir einen Hass auf diesen Menschen aus. Ich will das eigentlich gar nicht. Aber leider sind es die einzigen Menschen die ich hassen kann, wenn ich sie mal wirklich geliebt habe.

Heute hatte ich auch das erste mal seit langem wieder richtig Bauchschmerzen. Jetzt wünsche ich mir wirklich einen Ch*** herbei. Seine Anwesenheit hat immer so eine beruhigende und berauschende Wirkung auf mich. Schade, dass wir uns erst Ende des Monats wieder sehen. Ich hoffe er kommt heile vom Garda See (=Betriebsausflug) zurück. Dann geht es mir wieder Besser...
11.7.17 23:51
 
Letzte Einträge: Meine kleine Wolkenfabrik, Der Abschiedsbrief, Neuer Lebensabschnitt


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