Victoria
Jedes Aufstehen ein K(r)ampf.

ich weiß gar nicht mehr wo mein Tag anfängt und wo er aufhört. Momentan angel ich mich von Zwischenprüfung zu Zwischenprüfung. So ganz nebenbei werden dann auch noch Klausuren geschrieben und unsere Lehrerin wirft uns vor, wir würden zu wenig lernen - bald ist Examen angesagt.

Ja, tut mir Leid, liebe Frau Sch*****, aber ich mache momentan nichts anderes mehr außer Lernen. Aber mein Kopf ist einfach voll. Da passt nichts mehr rein.

Ich glaube ich befinde mich am Rande eines Burnouts. Mein Privatleben geht so langsam den Bach runter. Meine Beziehung hält noch - so gerade und doch ist das der einzige Punkt an den ich mich klammern kann.
Dafür ist unsere Gruppengemeinschaft in der Schule wirklich super. Wir verstehen uns gut - ingegensatz zu den anderen Gruppen, die sich mitlerweile alle total zerstritten haben.

Ich verstehe das überhaupt nicht. Aber wahrscheinlich liegt das daran, dass man wirklich den ganzen Tag aufeinander hockt und das den ganzen Tag bestimmt.
Abends ist man einfach nur noch froh, wenn man sich ins Bett legen kann, ohne noch irgendwelche Hausaufgaben zu machen oder unbedingt lernen muss.

Dazu kommt noch der ganze Weihnachtsstress. Heute habe ich endlich meine Geschenke zusammen bekommen. Einen Großteil hatte ich zum Glück schon davor besorgt.
Ich hasse diese gestressten Menschenmassen. Warum kann ich nicht dann etwas verschenken, wenn ich es für angebracht halte? Warum schreibt mir ein Fest vor, dass ich etwas zu verschenken habe.

Ansich freue ich mich nur über die freien zwei Wochen. Vielleicht kann ich jetzt endlich mal halbwegs meinen Schulkram aufholen, der die Wochen über liegen geblieben ist. Ich komme wirklich zu gar nichts mehr. Den Wunsch meine Nägel zu lackieren habe ich aufgegeben. Ich schaffe die kleinen Freuden des Lebens nicht mehr.
Ich brauche eine Pause - von ALL DEM.

Wärend der Autofahrt rast mein Leben einfach nur an mir vorbei. Ich kann keine Verbindung mehr herstellen. Ich versuche mich permanent auf die Autofahrt zu konzentrieren - ist aber schwer, wenn man neben sich sitzt und die Gedanken im Nirvana gefangen sind.

Ich spüre mich nicht mehr. Über jede Entscheidung die über meinen Kopf gefällt wird bin ich dankbar.

Silvester steht auch bald an. Ich habe keine Lust diesen Tag zu feiern. Zumal ich nicht weiß, wen ich dieses Jahr überhaupt noch sehen mag. Die Überlegung war schonmal, mich einfach in meinem Zimmer einzuschließen, Ohrstöpsel rein und darauf warten, dass es vorbei ist. Warum sollte ich mich freuen, auf 2014? Weil dann Examen ist? Weil ich dann wieder arbeiten werden, sofern ich Arbeit finde ...

Ich würde gerne etwas positives sehen. Aber momentan ist jede Zigarette die ich rauche etwas positives an meinem Tag.

Ja, ich bemühe mich wieder darum, dass es wieder weniger wird. Aber auf der anderen Seite scheint es das normalste (und kostspieligste) auf der Welt zu sein. Manchmal denke ich, dass ich mit diesem Gedanken alleine bin, dass rauchen schädlich sein könnte und das Taschengeld auffrisst, auch wenn ich keins erhalte.

Ich hoffe, dass die freien Tage mir helfen, nocheinmal auf den Teppich zu kommen und mein Leben noch einmal in den Griff zu bekommen.

Jedes Aufstehen ein K(r)ampf.
21.12.13 21:16
 
Letzte Einträge: Meine kleine Wolkenfabrik, Berauschend , Der Abschiedsbrief, Neuer Lebensabschnitt


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Diana (21.12.13 22:18)
Ich kenne das.
Klink dich einfach aus – lade deine Geschenke ab und verabschiede dich.
Such dir Ruhe.
Genau wie du schreibst – Ohrstöpsel rein und ein gutes Buch lesen.

Ich lese grade >
'Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet' von Alan Bradley

LG Diana

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